Schülerticket und Bahnausbau - Initiativen sprachen mit Grünen-Angeordneten

Osnabrück – Landesweites Schülerticket, Stadtbahn Osnabrück und Ausbau der Bahn-Infrastruktur im Osnabrücker Land waren Themen einer Versammlung der Grünen mit dem verkehrspolitischen Sprecher der Landtagsfraktion, Detlev Schulz-Hendel sowie dem regional zuständigen Abgeordneten Christian Meyer.

07.03.19 –

Osnabrück – Landesweites Schülerticket, Stadtbahn Osnabrück und Ausbau der Bahn-Infrastruktur im Osnabrücker Land waren Themen einer Versammlung der Grünen mit dem verkehrspolitischen Sprecher der Landtagsfraktion, Detlev Schulz-Hendel sowie dem regional zuständigen Abgeordneten Christian Meyer.

„Während ein landkreisweites Busmonatsticket Schülern für 23,60 Euro geboten wird, müssen Schüler in der Stadt Osnabrück deutlich mehr zahlen“, kritisierte Jugendparlamentsmitglied Fynn Brackmann. Erforderlich sei ein landesweites attraktives Ticket für Schüler, das auch die Nutzung der Bahn einschließe. Schulz-Hendel berichtete, dass der Antrag für ein landesweites Schülerticket für 1 Euro am Tag und 365,00 €uro im Jahr sowie die kostenlose Schülerbeförderung für den Sekundarbereich 2 einschließlich der Berufsschüler*innen seitens der Grünen bereits in den Landtag eingebracht worden sei. Schulz-Hendel dazu: „Das Schülerticket ist eine große Chance mehr Menschen für den öffentlichen Personennahverkehr zu begeistern und die kostenlose Schülerbeförderung im Sekundarbereich 2 sorgt für Bildungsgerechtigkeit.“ Meyer ergänzte:“ Wir erwarten von SPD und CDU im Landtag endlich Gestaltungswillen zur Umsetzung.“

Um den ÖPNV-Anteil in Osnabrück von zuletzt nur 8% entscheidend voranzubringen, werde die Errichtung einer Stadtbahn gefordert, berichtete Thomas Polewsky. „Die dafür erforderliche Landesförderung darf wegen der knappen Flächen nicht weiter an eine ausschließliche Bahntrasse gebunden sein“, forderte das Mitglied der Initiative. In anderen Ländern wie in der Schweiz würden auch straßenbündige Gleiskörper mit vollem Satz gefördert, wenn der Autobahndurchgangsverkehr aus der Straße genommen werde.

Möglich müsse die gemeinsame Nutzung von Bahn und anderen Verkehrsmitteln sein. Schulz-Hendel sagte entsprechende Unterstützung zu.

Angesprochen wurde auch die Os-Bahn-Projekte. „Während der Bahnhalt Rosenplatz 2022 den Betrieb aufnehmen soll und die Vorbereitungen für den Bahnhalt Vehrte Fahrt aufnehmen, ist die Reaktivierung des Bahnhaltes in Alfhausen derzeit durch einen Fahrplan zwischen Osnabrück und Oldenburg ohne ausreichenden zeitlichen Spielraum blockiert“, berichtete Johannes Bartelt. Die Zusage des ehemaligen Wirtschaftsministers Lies für Halbstundentake für den Schienennahverkehr müsse endlich auch für den Haller Willem umgesetzt werden. Außerdem müsse die Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn von Niedersachsen durch ausreichende Trassenkapazitäten in Osnabrück unterstützt werden.

Schulz-Hendel kündigte eine neue Bestandsaufnahme für zu reaktivierende Bahnstrecken und Haltepunkte in Niedersachsen an. „Der Bahnausbau darf in Niedersachsen nicht zum Stillstand kommen, gerade Streckenreaktivierungen sind ein wesentlicher Beitrag, um den Individualverkehr in den Ballungsgebieten zu verringern und den Mobilitätsbedarf der Menschen in ländlichen Regionen zu verbessern.“, betonte Schulz-Hendel. Wenn das vom Bundesverkehrsminister benannte Ziel erreicht werden solle, mit dem Deutschlandtakt die Bahnfahrgastzahlen bis 2030 zu verdoppeln, müsse die Bahninfrastruktur landesweit deutlich ausgebaut werden.

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