11.06.17 –
Osnabrück – Von 5 der 21 Kommunen im Landkreis Osnabrück wird noch Glyphosat eingesetzt. Das hat eine Umfrage der Landkreis-Grünen ergeben. Die verweisen auf den Verdacht der Krebserregung und fordern auch den Verzicht in Landwirtschaft und privater Gartenpflege.
Den Auskünften zufolge erfolgt die Verwendung von Glyphosat durch die Bauhöfe der Kommunen nur noch in Bad Essen (gegen Löwenzahn), Hagen (gegen Riesenbärenklau), Melle (mit 5 kg jährlich des Mittels Permaclean auf gärtnerischen Flächen), Bohmte (bei der Neuanlage gärtnerischer Flächen) und in der Samtgemeinde Fürstenau (ebenfalls auf gärtnerischen Flächen mit dem Ziel des gänzlichen Verzichts in den nächsten Jahren).
Vielfach werden als Alternativen Heißdampf, Heißwasser, Gasflammgerät, Besen und Handarbeit genannt. Aus Belm wurde ausdrücklich auf die Gefährdung von Trink- und Grundwasser im Zusammenhang mit der Neuausweisung von Wasserschutzgebieten hingewiesen. Positiv haben die Grünen aus Ostercappeln und der Samtgemeinde Neuenkirchen die Bezeichnung als „Wildkräuter“ statt „Unkräuter“ registriert.
Die Grünen weisen auf jüngste Untersuchungen des US-amerikanische Experten Prof. Christopher Portier, demzufolge in acht Fällen deutsche und europäische Behörden Tumorbefunde durch Glyphosat „übersehen“ hätten. Dabei sei es um Tumore in Brust, Leber und Blutgefäßen gegangen. Die Europäische Kommission hatte vor kurzem mitgeteilt, sie erwäge, die Ende 2017 auslaufende Glyphosat-Genehmigung um zehn Jahre zu verlängern. Gleichzeitig laufen beim Europäischen Parlament die Vorbereitungen zur möglichen Einsetzung eines Untersuchungsausschusses.
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