08.02.17 –
Osnabrück – Grüne aus den Anteilseigner- und Nachbarkommunen der Flughäfen Münster-Osnabrück (FMO) und Dortmund wollen sich dafür einsetzen, dass der Flugbetrieb nicht mehr aus Steuergeldern subventioniert wird. Vielmehr müssten die öffentlichen Mittel dazu eingesetzt werden, das Bahnangebot auszubauen, um die Umwelt schädigenden Kurzstreckenflüge zu reduzieren.
Gefordert wurde vom Bund, das lange diskutierte Luftverkehrskonzept endlich vorzulegen. Hierbei müsse die Ausrichtung auf ökologischen und wirtschaftlichen Betrieb erfolgen. Auch angesichts des von der EU beschlossenen, ab 2024 geltenden Subventionsverbotes müsse rechtzeitig auf unwirtschaftliche Standorte verzichtet werden.
Gleichzeitig müsse die Lärm- und Abgasbelastung für die in der Nachbarschaft der Flughäfen lebende Bevölkerung verringert werden. Gefordert wurde ein Nachtflugverbot von 23 bis 6 Uhr. Der aktive Lärmschutz müsse Vorrang gegenüber dem passiven erhalten.
Die Flughafenstandorte Münster-Osnabrück, Paderborn und Dortmund dürften sich keinen ruinösen Konkurrenzkampf um Passagiere liefern, wurde übereinstimmend betont. Billig-Fluglinien Start-und Landerechte quasi zum Nulltarif anzubieten, sei betriebswirtschaftlich schädlich für alle.
Keine neue Strategie zu einem wirtschaftlichen Betrieb des Flughafens in Greven sieht Kreistagsmitglied Felicitas Exner in den Aussagen des neuen Geschäftsführers Schwarz anlässlich seines ersten Arbeitstages. „Die Luft nach oben zu benennen, sind nicht mehr als die üblichen Sprechblasen“, so die Abgeordnete aus Hagen. Entweder werde in 2017 die Grundlage für einen wirtschaftlichen Betrieb geschaffen oder die Zahlung von jährlich ca. 850.000 Euro durch die Landkreis müsse eingestellt werden.
2016 habe sich am FMO die chronische Verfehlung der betriebswirtschaftlichen Ziele fortgesetzt, stellte Rainer Kavermann fest. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag forderte, im kommenden Jahr nicht erneut Geld in einen ruinösen Flugbetrieb zu stecken. „Damit Greven kein Fluchhafen wird“, so Kavermann. Wenn in diesem Jahr keine deutliche Kehrwende gelinge, seien auch CDU und SPD im Kreistag gefordert, die Reißleine zu ziehen.
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